Master of Science (MSc)

Mit dem Zusatzstudium und dem Erwerb eines Masters sollen die Absolvierenden fähig sein, bei ihrer Tätigkeit Fragestellungen aus dem beruflichen Alltag aufzunehmen, zu formulieren und aus den gefundenen Antworten Kenntnisse zur Optimierung der Therapien zu gewinnen. Sie sollen ihren Beruf fundiert und unter Kenntnisnahme wissenschaftlicher Literatur ausüben können und in der Lage sein, Wissen und Praxis andern zugänglich zu machen.

Inhalt

Die Spezialisierung als Becken PhysiotherapeutIn beinhaltet das Reflektieren des persönlichen Verhaltens sowie Kenntnisse und Fähigkeiten zur Prävention, Diagnostik und Therapie bei Frauen, Männern und Kindern mit Funktionsstörungen im urogenitalen, anorektalen, und muskuloskelettalen System.

Haltung

  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn reflektiert seine/ihre Werthaltung in Bezug auf Behandlungen im Intimbereich
  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn beobachtet aufmerksam und mit Einfühlungsvermögen die Reaktionen von PatientInnen mit Funktionsstörungen im Intimbereich.

Kenntnisse

  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn kennt im Speziellen die Anatomie und Physiologie von Beckenboden, Becken, lumbaler Wirbelsäule und der Beckenorgane.
  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn hat Kenntnisse der Pathophysiologie, die zu Dysfunktionen wie Kontinenzstörungen, Miktionsstörungen, Defäkationsstörungen, Senkungsbeschwerden, Schmerzsyndromen, sexuellen Problemen und Beschwerden im Beckenboden, im Becken, und der LWS führen.
  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn hat Einblick in die Fachgebiete Urologie, Gynäkologie, Geburtshilfe, Proktologie, Sexologie und Psychologie
  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn ist fähig, wissenschaftlich zu arbeiten.

Fähigkeiten

  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn beherrscht verschiedene Untersuchungsmethoden und therapeutische Behandlungsmöglichkeiten. Wichtig ist die Funktionsuntersuchung des Beckenbodens. Intravaginale und -anale Techniken wie manuelle Palpation und apparative Messungen werden angewendet.
  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn kann Einzelpersonen oder einer Gruppe gezielt die Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur zur Verbesserung der Wahrnehmung, Kraft, Entspannung und Koordination instruieren.
  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn kennt die Rolle des Beckenbodens bei Becken-, ISG- und LWS-Dysfunktionen. Er/sie instruiert den Einsatz des Beckenbodens integriert in Alltagssituationen und bei sportlichen Aktivitäten.
  • Ein/e Becken PhysiotherapeutIn ist in der Lage, spezielle intravaginal und –anal applizierte apparative Massnahmen wie Biofeedback, (EMG-, Druck-) und Elektrostimulation oder Ballontraining befundorientiert einzusetzen.